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UND DER REST IST RUINE – Fotografische Ansichten über den Verfall der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft Batzlow

Geschichte.
Wie viele Ortsnamen in der Gegend ist auch »Batzlow« slawischen Ursprungs. Es wird angenommen, dass die Benennung im sechsten Jahrhundert erfolgte, als slawische Stämme, die Gebiete zwischen Elbe und Oder besiedelten und sich dort niederließen. Im 12. und 13. Jahrhundert gelang es den Deutschen in den Osten vorzudringen, wobei sie viele der slawischen Stämme vertrieben. Deutsche Siedler übernahmen nicht nur den Ort sondern behielten auch den Namen Batzlow bei. Das Gründungsjahr der Gemeinde wird aus historischen Gründen erst mit dem Jahr 1375 festgelegt - mit der ersten gesicherten urkundlichen Angabe im Landbuch der Mark Brandenburg. Die erste schriftliche Erwähnung fand allerdings bereits am 19. November 1300 statt. Dort übertrug der Markgraf Albrecht III. dem Zisterzienserinnen Kloster Friedland die Batzlower Mühle ebenso wie einen Teil der umliegenden Ländereien. Von 1340 bis 1906 (mit Unterbrechungen) wurde die wirtschaftliche Struktur der Gemeinde durch das Rittergut der brandenburgischen Adelsfamilie von Barfus über 23 Generationen hinweg geprägt. Der Dreißigjährige Krieg und Napoleons Machtausbreitung waren für das Gut und die Gemeinde Batzlow eine starke wirtschaftliche Belastung. 1906 entschlossen sich die Nachkommen derer von Barfus den Besitz zu verkaufen. 1913 kaufte der Fregattenkapitän a.D. Guido Karcher das Gut mit mehreren Ländereien, wovon er einen großen Teil im Jahre 1929 zu Siedlungszwecken wieder verkaufte. Der zweite Weltkrieg hinterließ seine Spuren: Neun Wohnhäuser und die Dorfschule wurden zerstört, die Kirche und weitere Häuser stark in Mitleidenschaft gezogen. Die Bodenreform in der nunmehr sowjetischen Besatzungszone hatte zur Folge, dass die übrigen Ländereien des Kapitän Karcher aufgesiedelt und der damalige Bürgermeister, ein Nationalist, enteignet wurde.

LPG Gelände.
Ab 1953 wurde das Gelände am Rand von Batzlow für einen selbst verwalteten, örtlichen Betrieb kultiviert und genutzt. 1956/1957 folgten die ersten Stallungen für den Betriebszweig Viehwirtschaft. Die Umwandlung des örtlichen Betriebes zu einer Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft, kurz LPG, folgte im Jahr 1960. Bis 1967 war die vollgenossenschaftliche Organisation der Gemeinde abgeschlossen. In den Jahren 1972 und 1973 wurden eine Tankstelle errichtet und die Befestigung der Dorfstraße vorgenommen. Die letzten Stallungen wurden 1975 gebaut und für die Bullenmast verwendet. Alle Haushalte bekamen einen Anschluss an die LPG-eigene Wasserversorgung im Jahr 1977. Bis zur Wende waren ca. 12 Mitarbeiter für die insgesamt 9 Stallungen zuständig. Bis zum Jahr 1989 aber auch noch danach wirkte sich die Landwirtschaft prägend auf die wirtschaftliche Entwicklung der Gemeinde Batzlow aus. Jedoch konnte der Einbruch des Betriebszweiges Milchwirtschaft nach der Wende nicht aufgehalten werden. Ausschließlich die beiden Ställe für die Bullenmast wurde bis Ende der Neunzigerjahre weiter geführt. Es folgte der Abriss von drei Ställen sowie der Teilabriss eines weiteren, der jedoch gestoppt werden musste, da das Land die Fördergelder für die Abrissmaßnahmen einstellte. Über Jahre gab es keine offizielle Nutzung/ Verwendung für das Gelände – illegale Verklappung von Bauschutt und Schrott prägten Teile der Anlage. Seit ein paar Jahren ist die Teilnutzung als Weideflächen für private Tierhaltung gestattet. Ein Gebäude ist als Düngemittellager und Getreidespeicher verpachtet.

Und der Rest ist Ruine.

UND DER REST IST RUINE – Fotografische Ansichten über den Verfall der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft Batzlow

Geschichte.
Wie viele Ortsnamen in der Gegend ist auch »Batzlow« slawischen Ursprungs. Es wird angenommen, dass die Benennung im sechsten Jahrhundert erfolgte, als slawische Stämme, die Gebiete zwischen Elbe und Oder besiedelten und sich dort niederließen. Im 12. und 13. Jahrhundert gelang es den Deutschen in den Osten vorzudringen, wobei sie viele der slawischen Stämme vertrieben. Deutsche Siedler übernahmen nicht nur den Ort sondern behielten auch den Namen Batzlow bei. Das Gründungsjahr der Gemeinde wird aus historischen Gründen erst mit dem Jahr 1375 festgelegt - mit der ersten gesicherten urkundlichen Angabe im Landbuch der Mark Brandenburg. Die erste schriftliche Erwähnung fand allerdings bereits am 19. November 1300 statt. Dort übertrug der Markgraf Albrecht III. dem Zisterzienserinnen Kloster Friedland die Batzlower Mühle ebenso wie einen Teil der umliegenden Ländereien. Von 1340 bis 1906 (mit Unterbrechungen) wurde die wirtschaftliche Struktur der Gemeinde durch das Rittergut der brandenburgischen Adelsfamilie von Barfus über 23 Generationen hinweg geprägt. Der Dreißigjährige Krieg und Napoleons Machtausbreitung waren für das Gut und die Gemeinde Batzlow eine starke wirtschaftliche Belastung. 1906 entschlossen sich die Nachkommen derer von Barfus den Besitz zu verkaufen. 1913 kaufte der Fregattenkapitän a.D. Guido Karcher das Gut mit mehreren Ländereien, wovon er einen großen Teil im Jahre 1929 zu Siedlungszwecken wieder verkaufte. Der zweite Weltkrieg hinterließ seine Spuren: Neun Wohnhäuser und die Dorfschule wurden zerstört, die Kirche und weitere Häuser stark in Mitleidenschaft gezogen. Die Bodenreform in der nunmehr sowjetischen Besatzungszone hatte zur Folge, dass die übrigen Ländereien des Kapitän Karcher aufgesiedelt und der damalige Bürgermeister, ein Nationalist, enteignet wurde.

LPG Gelände.
Ab 1953 wurde das Gelände am Rand von Batzlow für einen selbst verwalteten, örtlichen Betrieb kultiviert und genutzt. 1956/1957 folgten die ersten Stallungen für den Betriebszweig Viehwirtschaft. Die Umwandlung des örtlichen Betriebes zu einer Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft, kurz LPG, folgte im Jahr 1960. Bis 1967 war die vollgenossenschaftliche Organisation der Gemeinde abgeschlossen. In den Jahren 1972 und 1973 wurden eine Tankstelle errichtet und die Befestigung der Dorfstraße vorgenommen. Die letzten Stallungen wurden 1975 gebaut und für die Bullenmast verwendet. Alle Haushalte bekamen einen Anschluss an die LPG-eigene Wasserversorgung im Jahr 1977. Bis zur Wende waren ca. 12 Mitarbeiter für die insgesamt 9 Stallungen zuständig. Bis zum Jahr 1989 aber auch noch danach wirkte sich die Landwirtschaft prägend auf die wirtschaftliche Entwicklung der Gemeinde Batzlow aus. Jedoch konnte der Einbruch des Betriebszweiges Milchwirtschaft nach der Wende nicht aufgehalten werden. Ausschließlich die beiden Ställe für die Bullenmast wurde bis Ende der Neunzigerjahre weiter geführt. Es folgte der Abriss von drei Ställen sowie der Teilabriss eines weiteren, der jedoch gestoppt werden musste, da das Land die Fördergelder für die Abrissmaßnahmen einstellte. Über Jahre gab es keine offizielle Nutzung/ Verwendung für das Gelände – illegale Verklappung von Bauschutt und Schrott prägten Teile der Anlage. Seit ein paar Jahren ist die Teilnutzung als Weideflächen für private Tierhaltung gestattet. Ein Gebäude ist als Düngemittellager und Getreidespeicher verpachtet.

Und der Rest ist Ruine.

UND DER REST IST RUINE – Fotografische Ansichten über den Verfall der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft Batzlow

Geschichte.
Wie viele Ortsnamen in der Gegend ist auch »Batzlow« slawischen Ursprungs. Es wird angenommen, dass die Benennung im sechsten Jahrhundert erfolgte, als slawische Stämme, die Gebiete zwischen Elbe und Oder besiedelten und sich dort niederließen. Im 12. und 13. Jahrhundert gelang es den Deutschen in den Osten vorzudringen, wobei sie viele der slawischen Stämme vertrieben. Deutsche Siedler übernahmen nicht nur den Ort sondern behielten auch den Namen Batzlow bei. Das Gründungsjahr der Gemeinde wird aus historischen Gründen erst mit dem Jahr 1375 festgelegt - mit der ersten gesicherten urkundlichen Angabe im Landbuch der Mark Brandenburg. Die erste schriftliche Erwähnung fand allerdings bereits am 19. November 1300 statt. Dort übertrug der Markgraf Albrecht III. dem Zisterzienserinnen Kloster Friedland die Batzlower Mühle ebenso wie einen Teil der umliegenden Ländereien. Von 1340 bis 1906 (mit Unterbrechungen) wurde die wirtschaftliche Struktur der Gemeinde durch das Rittergut der brandenburgischen Adelsfamilie von Barfus über 23 Generationen hinweg geprägt. Der Dreißigjährige Krieg und Napoleons Machtausbreitung waren für das Gut und die Gemeinde Batzlow eine starke wirtschaftliche Belastung. 1906 entschlossen sich die Nachkommen derer von Barfus den Besitz zu verkaufen. 1913 kaufte der Fregattenkapitän a.D. Guido Karcher das Gut mit mehreren Ländereien, wovon er einen großen Teil im Jahre 1929 zu Siedlungszwecken wieder verkaufte. Der zweite Weltkrieg hinterließ seine Spuren: Neun Wohnhäuser und die Dorfschule wurden zerstört, die Kirche und weitere Häuser stark in Mitleidenschaft gezogen. Die Bodenreform in der nunmehr sowjetischen Besatzungszone hatte zur Folge, dass die übrigen Ländereien des Kapitän Karcher aufgesiedelt und der damalige Bürgermeister, ein Nationalist, enteignet wurde.

LPG Gelände.
Ab 1953 wurde das Gelände am Rand von Batzlow für einen selbst verwalteten, örtlichen Betrieb kultiviert und genutzt. 1956/1957 folgten die ersten Stallungen für den Betriebszweig Viehwirtschaft. Die Umwandlung des örtlichen Betriebes zu einer Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft, kurz LPG, folgte im Jahr 1960. Bis 1967 war die vollgenossenschaftliche Organisation der Gemeinde abgeschlossen. In den Jahren 1972 und 1973 wurden eine Tankstelle errichtet und die Befestigung der Dorfstraße vorgenommen. Die letzten Stallungen wurden 1975 gebaut und für die Bullenmast verwendet. Alle Haushalte bekamen einen Anschluss an die LPG-eigene Wasserversorgung im Jahr 1977. Bis zur Wende waren ca. 12 Mitarbeiter für die insgesamt 9 Stallungen zuständig. Bis zum Jahr 1989 aber auch noch danach wirkte sich die Landwirtschaft prägend auf die wirtschaftliche Entwicklung der Gemeinde Batzlow aus. Jedoch konnte der Einbruch des Betriebszweiges Milchwirtschaft nach der Wende nicht aufgehalten werden. Ausschließlich die beiden Ställe für die Bullenmast wurde bis Ende der Neunzigerjahre weiter geführt. Es folgte der Abriss von drei Ställen sowie der Teilabriss eines weiteren, der jedoch gestoppt werden musste, da das Land die Fördergelder für die Abrissmaßnahmen einstellte. Über Jahre gab es keine offizielle Nutzung/ Verwendung für das Gelände – illegale Verklappung von Bauschutt und Schrott prägten Teile der Anlage. Seit ein paar Jahren ist die Teilnutzung als Weideflächen für private Tierhaltung gestattet. Ein Gebäude ist als Düngemittellager und Getreidespeicher verpachtet.

Und der Rest ist Ruine.

UND DER REST IST RUINE – Fotografische Ansichten über den Verfall der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft Batzlow

Geschichte.
Wie viele Ortsnamen in der Gegend ist auch »Batzlow« slawischen Ursprungs. Es wird angenommen, dass die Benennung im sechsten Jahrhundert erfolgte, als slawische Stämme, die Gebiete zwischen Elbe und Oder besiedelten und sich dort niederließen. Im 12. und 13. Jahrhundert gelang es den Deutschen in den Osten vorzudringen, wobei sie viele der slawischen Stämme vertrieben. Deutsche Siedler übernahmen nicht nur den Ort sondern behielten auch den Namen Batzlow bei. Das Gründungsjahr der Gemeinde wird aus historischen Gründen erst mit dem Jahr 1375 festgelegt - mit der ersten gesicherten urkundlichen Angabe im Landbuch der Mark Brandenburg. Die erste schriftliche Erwähnung fand allerdings bereits am 19. November 1300 statt. Dort übertrug der Markgraf Albrecht III. dem Zisterzienserinnen Kloster Friedland die Batzlower Mühle ebenso wie einen Teil der umliegenden Ländereien. Von 1340 bis 1906 (mit Unterbrechungen) wurde die wirtschaftliche Struktur der Gemeinde durch das Rittergut der brandenburgischen Adelsfamilie von Barfus über 23 Generationen hinweg geprägt. Der Dreißigjährige Krieg und Napoleons Machtausbreitung waren für das Gut und die Gemeinde Batzlow eine starke wirtschaftliche Belastung. 1906 entschlossen sich die Nachkommen derer von Barfus den Besitz zu verkaufen. 1913 kaufte der Fregattenkapitän a.D. Guido Karcher das Gut mit mehreren Ländereien, wovon er einen großen Teil im Jahre 1929 zu Siedlungszwecken wieder verkaufte. Der zweite Weltkrieg hinterließ seine Spuren: Neun Wohnhäuser und die Dorfschule wurden zerstört, die Kirche und weitere Häuser stark in Mitleidenschaft gezogen. Die Bodenreform in der nunmehr sowjetischen Besatzungszone hatte zur Folge, dass die übrigen Ländereien des Kapitän Karcher aufgesiedelt und der damalige Bürgermeister, ein Nationalist, enteignet wurde.

LPG Gelände.
Ab 1953 wurde das Gelände am Rand von Batzlow für einen selbst verwalteten, örtlichen Betrieb kultiviert und genutzt. 1956/1957 folgten die ersten Stallungen für den Betriebszweig Viehwirtschaft. Die Umwandlung des örtlichen Betriebes zu einer Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft, kurz LPG, folgte im Jahr 1960. Bis 1967 war die vollgenossenschaftliche Organisation der Gemeinde abgeschlossen. In den Jahren 1972 und 1973 wurden eine Tankstelle errichtet und die Befestigung der Dorfstraße vorgenommen. Die letzten Stallungen wurden 1975 gebaut und für die Bullenmast verwendet. Alle Haushalte bekamen einen Anschluss an die LPG-eigene Wasserversorgung im Jahr 1977. Bis zur Wende waren ca. 12 Mitarbeiter für die insgesamt 9 Stallungen zuständig. Bis zum Jahr 1989 aber auch noch danach wirkte sich die Landwirtschaft prägend auf die wirtschaftliche Entwicklung der Gemeinde Batzlow aus. Jedoch konnte der Einbruch des Betriebszweiges Milchwirtschaft nach der Wende nicht aufgehalten werden. Ausschließlich die beiden Ställe für die Bullenmast wurde bis Ende der Neunzigerjahre weiter geführt. Es folgte der Abriss von drei Ställen sowie der Teilabriss eines weiteren, der jedoch gestoppt werden musste, da das Land die Fördergelder für die Abrissmaßnahmen einstellte. Über Jahre gab es keine offizielle Nutzung/ Verwendung für das Gelände – illegale Verklappung von Bauschutt und Schrott prägten Teile der Anlage. Seit ein paar Jahren ist die Teilnutzung als Weideflächen für private Tierhaltung gestattet. Ein Gebäude ist als Düngemittellager und Getreidespeicher verpachtet.

Und der Rest ist Ruine.

UND DER REST IST RUINE – Fotografische Ansichten über den Verfall der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft Batzlow

Geschichte.
Wie viele Ortsnamen in der Gegend ist auch »Batzlow« slawischen Ursprungs. Es wird angenommen, dass die Benennung im sechsten Jahrhundert erfolgte, als slawische Stämme, die Gebiete zwischen Elbe und Oder besiedelten und sich dort niederließen. Im 12. und 13. Jahrhundert gelang es den Deutschen in den Osten vorzudringen, wobei sie viele der slawischen Stämme vertrieben. Deutsche Siedler übernahmen nicht nur den Ort sondern behielten auch den Namen Batzlow bei. Das Gründungsjahr der Gemeinde wird aus historischen Gründen erst mit dem Jahr 1375 festgelegt - mit der ersten gesicherten urkundlichen Angabe im Landbuch der Mark Brandenburg. Die erste schriftliche Erwähnung fand allerdings bereits am 19. November 1300 statt. Dort übertrug der Markgraf Albrecht III. dem Zisterzienserinnen Kloster Friedland die Batzlower Mühle ebenso wie einen Teil der umliegenden Ländereien. Von 1340 bis 1906 (mit Unterbrechungen) wurde die wirtschaftliche Struktur der Gemeinde durch das Rittergut der brandenburgischen Adelsfamilie von Barfus über 23 Generationen hinweg geprägt. Der Dreißigjährige Krieg und Napoleons Machtausbreitung waren für das Gut und die Gemeinde Batzlow eine starke wirtschaftliche Belastung. 1906 entschlossen sich die Nachkommen derer von Barfus den Besitz zu verkaufen. 1913 kaufte der Fregattenkapitän a.D. Guido Karcher das Gut mit mehreren Ländereien, wovon er einen großen Teil im Jahre 1929 zu Siedlungszwecken wieder verkaufte. Der zweite Weltkrieg hinterließ seine Spuren: Neun Wohnhäuser und die Dorfschule wurden zerstört, die Kirche und weitere Häuser stark in Mitleidenschaft gezogen. Die Bodenreform in der nunmehr sowjetischen Besatzungszone hatte zur Folge, dass die übrigen Ländereien des Kapitän Karcher aufgesiedelt und der damalige Bürgermeister, ein Nationalist, enteignet wurde.

LPG Gelände.
Ab 1953 wurde das Gelände am Rand von Batzlow für einen selbst verwalteten, örtlichen Betrieb kultiviert und genutzt. 1956/1957 folgten die ersten Stallungen für den Betriebszweig Viehwirtschaft. Die Umwandlung des örtlichen Betriebes zu einer Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft, kurz LPG, folgte im Jahr 1960. Bis 1967 war die vollgenossenschaftliche Organisation der Gemeinde abgeschlossen. In den Jahren 1972 und 1973 wurden eine Tankstelle errichtet und die Befestigung der Dorfstraße vorgenommen. Die letzten Stallungen wurden 1975 gebaut und für die Bullenmast verwendet. Alle Haushalte bekamen einen Anschluss an die LPG-eigene Wasserversorgung im Jahr 1977. Bis zur Wende waren ca. 12 Mitarbeiter für die insgesamt 9 Stallungen zuständig. Bis zum Jahr 1989 aber auch noch danach wirkte sich die Landwirtschaft prägend auf die wirtschaftliche Entwicklung der Gemeinde Batzlow aus. Jedoch konnte der Einbruch des Betriebszweiges Milchwirtschaft nach der Wende nicht aufgehalten werden. Ausschließlich die beiden Ställe für die Bullenmast wurde bis Ende der Neunzigerjahre weiter geführt. Es folgte der Abriss von drei Ställen sowie der Teilabriss eines weiteren, der jedoch gestoppt werden musste, da das Land die Fördergelder für die Abrissmaßnahmen einstellte. Über Jahre gab es keine offizielle Nutzung/ Verwendung für das Gelände – illegale Verklappung von Bauschutt und Schrott prägten Teile der Anlage. Seit ein paar Jahren ist die Teilnutzung als Weideflächen für private Tierhaltung gestattet. Ein Gebäude ist als Düngemittellager und Getreidespeicher verpachtet.

Und der Rest ist Ruine.

all pictures © birgit kaulfuß | DATENSCHUTZ | IMPRESSUM